
Überblick
Medizinisches Cannabis bezeichnet Cannabisblüten und daraus gewonnene Zubereitungen, die in pharmazeutischer Qualität hergestellt und nach ärztlicher Verordnung in der Behandlung eingesetzt werden. In Deutschland ist eine Therapie mit medizinischem Cannabis unter bestimmten Voraussetzungen möglich und erfolgt stets im Rahmen einer ärztlichen Begleitung.
Die Cannabispflanze enthält über hundert Cannabinoide. Am besten untersucht sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). THC wirkt psychoaktiv, während CBD nicht berauschend ist. Ihr Verhältnis zueinander ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl einer geeigneten Sorte.
Der menschliche Körper verfügt über ein körpereigenes Endocannabinoid-System mit Rezeptoren in Nervensystem und Immunsystem. An dieses System können pflanzliche Cannabinoide andocken – darauf beruht das wissenschaftliche Interesse an ihrer möglichen medizinischen Anwendung.
Medizinisches Cannabis ist in verschiedenen Formen erhältlich – etwa als getrocknete Blüten zur Inhalation über einen Verdampfer oder als standardisierte Extrakte und Öle zur oralen Einnahme. Welche Form infrage kommt, wird individuell ärztlich festgelegt.
Wichtiger Hinweis: Eine Therapie mit medizinischem Cannabis ist immer individuell und wird ärztlich begleitet. Dosierung, Sorte und Darreichungsform werden auf die persönliche Situation abgestimmt und im Verlauf angepasst. Die folgenden Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen kein ärztliches Beratungsgespräch.
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